Donnerstag, Januar 10, 2008

Die Blechtrommel – ein satirischer Roman






Hallo, lieber Leser! Lang ist's her,
aber heute gibt’s dafür ordentlich was zu lesen. Wird manchen
wohl für mehrere Abende reichen. ;) Punkt ist, ich habe
wiedermal eine Deutschklausur abgetippt und veröffentliche sie
hier. Bekommen habe ich auf diese Arbeit 8 von 15 Punkten, was ich
egal finde. Es ist eine Erörterung eines kleinen Textausschnittes aus
der Fachliteratur zu satirischen Romanen. Ich hoffe damit andern
Leuten, die sich mit diesem Thema
in die Schule beschäftigen helfen zu können. Ich habe alle
Rechtschreib- und Satzzeichenfehler entfernt aber alles Andere
belassen. Die Radbemerkungen des Lehrers finden sich ganz unten. Viel
Spaß dabei.


Die Blechtrommel – ein satirischer
Roman



Inwiefern lassen sich die folgenden
Thesen K. Wölfels (AUS: „Epische und satirische Welt – Zur
Technik des satirischen Erzählens“, in: Wirkendes Wort 10/60)
an der BLECHTROMMEL nachweisen? Belegen Sie Ihre Aussage mit
freigewählten Beispielen aus dem Roman!



Der Geist der Satire ist ein
verneinender Geist, der die Welt aufsucht mit dem Entschluß,
sie nicht nur als die fragwürdige, sondern als die fraglos
unwürdige zu erfahren.(87) Der Satiriker wählt sich für
seine Erzählung einen Helden (...) der ihm als weltschauendes
und -erfahrendes, oft in der Ich-Form berichtendes Medium dient. Er
ist sozusagen berufsmäßiger Wanderer, der durch die Welt
geht wie durch einen Bildersaal, der immer im Zuschauerraum sitzt,
während auf der Bühne die Zeitlichkeit ihr unsinniges Spiel
treibt. Er ist distanzierter Beobachter des irdischen Treibens, nicht
Teilnehmer.. Nur selten gibt er seine passive Haltung auf und springt
auf die Bühne, um sich für eine kurze Weile unter die
Spieler zu mischen: entweder, weil es der Täuschung der Welt
erlegen (...) ist; oder weil er moralisch korrigierend in ein
beobachtetes Geschehen eingreifen will. (89)



Gern spaltet der satirische Erzähler
sein beobachtendes Medium auf in zwei Figuren. Der eine, an Jahren
meist ältere, besitzt die Weisheit des Satirikers selbst, (...).
Dieser Wissende begleitet als Führer die zweite Figur, den (...)
eigentlichen „Erlebnisträger“ der Erzählung.









Gliederung



  1.  Einleitung

    1. Blechtrommel als literarischen
      Entzweiung

    2. Aufgabenstellung und Vorgehensweise



  2. Anwendbarkeit der Thesen

    1. Unwürdeige Welt

    2. Distanz des Helden

    3. Sich Einmisch des Helden

    4. Trommel als Begleiter



  3. Fazit




    Es gibt viele Möglichkeiten „Die
Belchtrommen“ als literarisches Werk zu klassifizieren. Als
Pornographie wurde sie von den einen bezeichnet und andere wiederum
nannten sie ein Meisterwerk des Intellekts und die endlich einzig
mögliche Verarbeitung der Geschichte, welches heute noch als ein
Mahnmal gegen das Vergessen hochgehalten wird. Diese Entzweiung der
Ebenen, die für viele ein literarischer Skandal an-sich ist,
lässt sich in kaum einem andern Medium besser verwirklichen als
einer Satire. Nur die Satire gibt dem Autor die nötige Freiheit
um das oben Geschilderte umzustzen. Die Blechtrommel hat, wie gesagt,
viele Facetten und es wäre falsch sie auf eine Satire zu
reduzieren. Ebenso falsch wäre es zu behaupten, Grass gebraucht
die Satire nur formhalber, um die genannte Entzweiung zu vereinen,
denn auch der Inhalt ist oft eine Satire in Reinstform, die
schonungslos alles aufdeckt, was ihr in die Finger kommt.



    Anhand der Thesen von Wölfel
sollen jetzt die allgemeinen Merkmale einer Satire aufgezeigt werden
und um Falle eines Erfolges rückwirkend auf die Gültigkeit
der Thesen geschlossen werden.



„der Geist der Satire ist ein
verneinender Geist (...)“ schreibt Wölfel, als würde er
eigentlich Oskars Geist beschreiben, der schon bei seiner Geburt die
Welt erkennt und ablehnt. Am liebsten würde er in die Kopflage im
Bauch seiner Mutter zurückkehren. Das geht aber nicht, da die
Nabelschnur durchgetrennt ist und so hat Grass sich den verneinenden
geschaffen, der von nun an zu erzählen gezwungen ist und nicht
mehr zurück kann. Die Verneinung ist jedoch, nach Wölfel,
nur eine Zutat der Satire.



    Ein „Ich-Erzähler“, der die
Welt „schaut“ und „erfährt“ soll es sein. Oskar erfüllt
beides, wenn er dem auch durch seine Erzählweise mehr Tiefe
verleiht, wenn er hier und da in die dritte Person wechselt und von
„Oskar“, statt von sich erzählt. Grass lässt dabei
keine Gelegenheit aus den Beobachter-Aspekt zu verdeutlichen und dem
Oskar die nötige Distanz zu geben, die er braucht um Beobachter
zu bleiben. Die Welt ist für Oskar nur deshalb ein „Bildersaal“,
weil sie durch die Sonderlingsstellung, die Oskar durch
Wachstumsverweigerung erlangt, nicht auf ihn zurückfallen kann.
Aus der Froschperspektive oder auch aus der Vogelperspektive im
Stockturm kan er die Welt durchschauen. Nur von unten erkennt er die
Tischplatte als die Trennlinie der kleinbürgerlichen
Doppelmoral. Wobei das Kleinbürgertum hier als die „Bühne“,
auf der „die Zeitigkeit ihr unsinniges Spiel [, die Doppelmoral,]
treibt“, aufgefasst werden kann. Oben wird lächelnd Skat
gespielt und unten ist der unterdrückte Trieb.



    „Nur selten gibt er seine passive
Haltung auf und springt auf die Bühne, (...)“ sagt Wölfel
und lässt sich dabei nur teilweise auf die „Die Blechtrommel“
anwenden. Auch sitzt der „Osakar“ nicht im „Zuschauerraum“,
zumindest nicht nach der Begegnung mit Bebra. Von der an nämlich
verlässt Oskar hin und wieder seine passive Position, doch nicht
etwa „(...) weil er der Täuschung der Welt erlegen ist (...)“,
denn Oskar bleibt immer bewusst, und nicht „(...) weil er moralisch
korrigieren will (...)“ denn da hat er keinerlei Ehrgeiz. Ferner
geht er nicht mal auf die Bühne, oder Tribüne, sondern gibt
den Takt lieber von unterhalb an, als er z.B. den Naziaufmarsch in
ein Tanzvergnügen verwandelt. Auch verführt er die Menschen
zum Schaufensterdiebstahl nicht aus hehren Gründen, sondern weil
er Vergnügen daran hat die latenten Abgründe der Menschen
frei zu legen. Selbst wenn er wirklich auf einer Bühne im
Zwiebelkeller steht, so doch nur um zu manipulieren und auch nur
abseits der Gesellschaft.



    An dem Helden, oder Anti-Heleden,
allein konnten wir den satirischen Charakter der Blechtrommel
aufzeigen. Wölfel behauptet aber noch, dass einem Satirehelden
oft ein „Weiser“ zur Seite steht. Die Allgemeingültigkeit
dieser These sein dahingestellt, passt aber auf die Blechtrommel
vorzüglich. Oskars Begleiter, oder besser, Begleiterin, ist
seine rot-weiß lakierte Blechtrommel. Sie erzählt ihm all
das, was er als „Erlebnisträger“ nicht wissen kann. All die
„Nebensächlichkeiten“, die zum erzählen einer
Geschichte nötig sind. Man mag, wenn man den Roman nicht gelesen
hat, fragen, was an so einer Trommel so besonderes ist. Tatsache ist,
dass sei nicht bloß eine Trommel ist und Oskar mit ihr wohl das
menschlichste Verhältnis führt unter allen Protagonisten im
Buch. Sie hat eigentlich ein Eigenleben und symbolisiert den äußeren
Betrachter in den Momenten, in denen Oskar in der dritten Person
erzählt. Sie schafft Abstand, sie ist das Instrument, mit dem
sich Oskar die nötige Distanz ertrommelt.



    Man sieht also, dass die Thesen von K.
Wölfel sich treffend auf die Blechtrommel anwenden lassen. Die
allgemeinen Merkmale einer Satire finden sich in dem Roman in
Stilmitteln wieder, die der Satirik dienen, d.h. schonungslos
Misstände aufdecken und zur Sichtbarkeit aufblähen. K.
Wölfel weiß offenbar, wovon er spricht.



Stil und Ausdruck der Arbeit sollten
noch geschickter und treffender sein, die sprachliche Korrektheit in
verbesserungswürdig! Inhaltlich haben Sie viele Aspekte der
Themas erkannt und teilweise überzeugend erörtert.
Andererseits ließen sich die Thesen Wölfels an etlichen
Stellen besser mit Beispielen aus dem Roman nahweisen (s.
Randbemerkungen), insgesammt aber eine befriedigende Leistung!



Die wichtigsten Radbemerkungen des
korrigierenden Lehrers zusammengefasst (und meine Kommentare in
Klammern):



  • Die Einleitung könnte geschickter
    sein

  • Warum wird die Welt abgelehnt

  • Beispiele für Unwürdigkeit
    fehlen

  • bei „nur eine Zutat“: Wesentlicher
    Aspekt! (eine Zutat)

  • bei „durch seine Erzählweise
    mehr Tiefe“ Treffender!

  • “Bildersaal“ ließe sich an
    Kapitel „Das Fotoalbum“ nachweisen

  • Bühne und Zuschauerraum müssen
    metaphorisch verstanden werden! (wie sonst?)

  • Beispiele für Doppelmoral! (gibt
    es doch doch: Tischplatte und Triebe)

  • bei „und auch abseits der
    Gesellschaft“: ?

  • bei „symbolisiert den äußeren
    Betrachter“: Treffender, sie ist allwissender Erzähler!



Ausdrucksfehler (wobei ich da überall
andere Meinung bin):



  • Entzweiung der Ebenen

  • “was ihr in die Finger kommt“

  • Beobachter-Aspekt

  • „sagt Wölfel und lässt
    sich dabei nur teilweise (...)“






mfg 



Dima 






Bild von: filmreference.com/ 


Sonntag, November 11, 2007

It's up to you!


 Hallo, lieber Leser! Hier ist ein Link zum neuen Album von Radiohead "In Rainbows". Auf der verlinkten Website kann man das Album in 2 Versionen bestellen. Einmal, als Download, was auch sofort verfügbar ist, und einmal in einem Paket aus CDs, Schallplatten und Artworks, welches aber erst Anfang Dezember ausgeliefert wird. Dabei ist der Kauf der Download Version bemerkenswert: Man wählt den Preis selbst. Sprich das Album kostet von gar nichts, bis unendlich. So viel man eben will. Dabei geht alles Geld direkt an die Künstler, da sie an keinen Plattenvertrag gebunden sind, bei dem sie nur etwa 10% - 15% erhalten würden.
Grundsätzliche Gedanken zu Kunst, Musik und Geld, sowie wieviel ich gezahlt habe, gibt es das nächste mal. Bis dahin gibt es ein Musikvideo der Band Radiohead.



mfg



Dima








Freitag, November 02, 2007

Get Mad








Mittwoch, Oktober 31, 2007

The Tube










Samstag, Oktober 27, 2007

Wer sind wir denn?




Wer sind wir, die hier Eingeborenen, in diesem Dorf. In diesem Vergnügungspark, in dem sich Angst und Klatsch beim Namen nennen. Wer sind wir, die so hartnäckig nicht so recht wissen wollen, ob sich fürchten nun Mode ist. Nicht nur zwischen London und New York, auch zwischen uns herrscht manchmal Bomben-Stimmung, doch nicht immer, denn alles Gute muss man in Maßen genießen. Da macht die Angst keine Ausnahme, was nicht selbstverständlich ist. Es ist schließlich der Krampf den wir zu führen haben, in unseren Schützengräben 2.0, die wir weder verlassen müssen, noch wollen. Seite an Seite stehen wir dort mit unseren Freunden, auch mit denen, die wir noch nie gesehen haben. Zwischen „Mein Hobby:“ und „Mein Lieblingsspruch:“ bleibt allerdings nicht viel Raum für Inhalt, doch daran soll es nicht scheitern, im Kaufhaus unserer Selbst. Da gibt es andere Wege. Wer sind wir, die wir uns selbst verkaufen an die letzte, wahre, Religion? Wir, die dem Wachstum huldigen und uns freuen wenn es mehr zu schuften gibt. In einem Land, das uns zwischen Farben wählen und doch nichts als die Mitte übrig, lässt. Wer sind wir, die es nicht wagen dürfen um zwanzig null null zu zweifeln? Die alles glauben, was nur oft genug gesagt wurde, von jenen die von unserem Unglück zeugen und doch was anderes meinen. In einem Land, in dem das Denken konspirativ und der Verdacht verrückt ist. Doch das war schon immer so, das darf man nicht bezweifeln. Wer sind wir, die wir definiert werden, zwischen dem ersten Knopf der Fernbedienung und der roten Tinte, die blutrünstig die Triebe einer ganzen Generation bändigt? Definiert werden, wohlgemerkt, denn das schafft Arbeitsplätze, das ist gut. Wer sind wir, die wir gegen den Krieg sind? Was keinen interessiert, uns aber, bestürzt zwar, aber ruhig schlafen lässt. Wer sind wir, die die Internationale singen wollen, aber die Worte nicht finden? Verstummt sind wir abseits vom dem heilligen Damm, der uns gestern noch Parolen wie Steine und umgekehrt, werfen ließ. Die Ladentheken stecken wohlig tief in unseren Rachen, die nie genug bekommen, per Definition. Wer sind wir, die nicht mehr nach oben schauen, zu suchen dort ein Ohr, ein Herz sich des Bedrängten zu erbarmen? Bedrängt sind wir eigentlich nicht und damit wären wir die ersten. Doch das ist nicht wahr, das ist Utopisch, das ist Sozial Romantik. Wer sind wir? Sind wir die verlorenen Kinder, die gleichzeitig unsere Zukunft sind? Sind wir? Müssen wir sein? Müssen wir mehr, als nur sein? Wer sind wir denn?!


Test


Hallo, lieber Leser! Ich habe jetzt seit nun mehr 1 1/2 Monaten nichts mehr geschrieben, und wieß auch jetzt nicht recht was ich sagen soll. Dieser Post soll jetzt eher dazu dienen, mich an die Tasten wieder zu gewöhnen.



Ich werde mich aber gleich dazu aufmachen, etwas mit Inhalt zu verfassen. Mal sehen was draus wird.



Bis dahin.



mfg



Dima



PS: Ferner habe ich mich entschlossen nicht zu jedem Post ein Bild zu suchen, da das auch immer Zeit kostet, das dürfte die Schreibhemmung für kleiner Einträge deutlich senken. ;)


Montag, September 17, 2007

Big Homework

Hello, dear reader! As you probably already noticed, today's I decided to publish today's issue in English. That is not just because I want to honor my dear friend John from Glasgow, (hey John), but also (and foremost), because I'm want to share my English homework with you.

The task is taken from the Abitur exams 2007 and the topic is, as so very often, the surveilance of the citizens by the state authorities. The  Ministry for Culture and Education (Ministry of Truth, if ya know what I mean) probably thinks it has to boost political awareness. To put it short, here I go: (please don't blame, I know it sucks)

Composition

1.        „Big Brother is watching us. " – Is our privacy endangered by permanent surveillance?

"Big Brother is watching you." This little phrase from the dystopian novel "1984" by George Orwell has long become the slogan of movements vowing for the private sphere to stay untouched by the attempts of governments to fight crime and terrorism. The argumentation is, that the executives in the western countries are giving themselves authorities, that allow them to spy on their citizens and take measures beyond the legal code.

In the past six years this tendency increased heavily due to the terrorist attacks on September 11th 2001. In the US the patriot act was passed, that not only shortens civil rights, but forces people to reveal private details even if there is no criminal investigation intended, but just in case.  In the United Kingdom, the fear of terrorism was used extensively to develop an area-wide monitoring-camera system all over the country.

Governments all over the world seem to have a mania towards security. So when they want to avert terrorism at any costs, they are ignoring the voices, that are complaining about the cut down on the private sphere of the citizen, that would rather know, that there is a small chance in dying from a bomb, than being watched nonstop.

In our modern times we really have to watch out, because by-and-by we will switch to storing all our personal information on digital data carrier that are a lot of more vulnerable then paper documents. Now already, especially young people, storm the Internet to fill hundreds of databases with a precise description of their lives and social ties. We have to gain awareness of us being much more responsible for our private sphere than most of us think. There is no use in complaining about cameras in a train station, as long as you keep strip your soul on YouTube.

Kind regards,

Dima


Freitag, September 14, 2007

Butter statt Kanonen

Hallo, lieber Leser! Heute habe ich meine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer bekommen. Hätte mich bei der Schnulze die ich dennen geschickt habe, auch gewundert, wenn das nicht der Fall gewesen wäre. Nun ist es wohl an der Zeit sich darüber zu informieren, was ich mit meiner neuen Freiheit so alles anfangen kann. Es gibt ja neben der "Möglichkeit" zum Zivildiendt noch das Freiwillige Soziale Jahr, oder auch das Ökologische Jahr. Dauern zwar bissl länger, sollen aber spaßiger sein. Es wird mir wohl auch jeder zustimmen, dass besonders das letztere sich ganz gut im Lebenslauf macht. ;) Ich schau also mal.

mfg

Dima

PS: Wegen technischen Problemen gibt es heute mal keine Bild zum Post. Ich hoffe ich kann die Schwierigkeiten, die dazu führen schnell lösen.